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Nachhaltigkeitsbericht: Wer muss einen erstellen?

Von Christian FreyAktualisiert 8. Juli 2026
Nachhaltigkeitsbericht: Wer muss einen erstellen?

Wer ist zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet – und für wen lohnt sich der freiwillige Bericht? Überblick zu CSRD, Schwellenwerten, Omnibus und VSME für KMU.

Kurz beantwortet

Gesetzlich zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind in der EU vor allem große und kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Unternehmen von öffentlichem Interesse. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist der Bericht in der Regel freiwillig – lohnt sich aber zunehmend, weil Kunden, Banken und Partner ESG-Daten anfragen.

Wer muss einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen?

Die Pflicht trifft – abhängig von der jeweils gültigen Umsetzung von CSRD und nationalen Gesetzen – insbesondere:

  • Große Unternehmen: oberhalb der Schwellenwerte bei Mitarbeitenden, Umsatz und Bilanzsumme.
  • Kapitalmarktorientierte Unternehmen: börsennotierte Unternehmen und vergleichbare Emittenten.
  • Unternehmen von öffentlichem Interesse: etwa große Kreditinstitute und Versicherungen.

Hinweis: Anwendungsbereich und Zeitpläne sind durch die Omnibus-Initiative in Bewegung – viele kleinere Unternehmen fallen nach den Vereinfachungsvorschlägen aus dem verpflichtenden Anwendungsbereich heraus. Den aktuellen Stand ordnen wir im Beitrag Omnibus-Status ein.

Warum sich freiwillige Berichterstattung lohnt

Auch ohne Pflicht profitieren Unternehmen von einem Nachhaltigkeitsbericht:

  1. Image & Vertrauen: Verantwortung sichtbar machen – gegenüber Kunden, Partnern und Investoren.
  2. Wettbewerbsvorteil: Sich von Mitbewerbern abheben, wenn Nachhaltigkeit zum Kaufkriterium wird.
  3. Interne Effizienz: Die Datenerhebung deckt ineffiziente Prozesse und Einsparpotenziale auf.
  4. Zugang zu Märkten & Lieferketten: Großkunden fordern Nachhaltigkeitsnachweise – wer liefert, bleibt im Spiel.
  5. Mitarbeitende gewinnen und binden: Fachkräfte wählen zunehmend nachhaltige Arbeitgeber.

Schritt für Schritt zum freiwilligen Bericht

Für KMU ist der VSME-Standard der pragmatische Rahmen: deutlich weniger Datenpunkte als die großen Standards, modular aufgebaut, kostenlos verfügbar. Eine Nachhaltigkeitsberatung oder ein geführtes Tool wie etaESG bringt Sie schneller ans Ziel.

Fazit

Ein Nachhaltigkeitsbericht ist nicht nur für Großunternehmen relevant. Auch kleinere Unternehmen profitieren von der freiwilligen Erstellung – durch besseres Image, Wettbewerbsvorteile, schlankere Prozesse, neue Märkte und zufriedenere Mitarbeitende.

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Häufige Fragen

Wer ist zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet?

Vor allem große und kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Unternehmen von öffentlichem Interesse. Der genaue Anwendungsbereich wird durch die Omnibus-Initiative der EU vereinfacht.

Müssen KMU einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen?

In der Regel nicht verpflichtend. Für KMU ist der Bericht freiwillig – meist auf Basis des VSME-Standards – wird aber durch Anfragen von Kunden, Banken und Lieferketten faktisch immer wichtiger.

Lohnt sich ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht?

Ja: Er stärkt Image und Vertrauen, schafft Wettbewerbsvorteile, deckt interne Einsparpotenziale auf, öffnet Märkte und hilft, Fachkräfte zu gewinnen.

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Hinweis: Dieser Artikel ist eine fachliche Orientierung, keine rechtliche, steuerliche oder prüferische Beratung. Anforderungen aus VSME/VS, CSRD und ESRS entwickeln sich weiter und unterscheiden sich je nach Mandat. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Standards und die Einschätzung im konkreten Einzelfall.